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Regie
Herbert Föttinger
Bühnenbild und Kostüme
Rolf Langenfass
Musik
Michael Rüggeberg
Joseph Halpern
Otto Schenk
Dennis Johnson
Helmuth Lohner
unterstützt von
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Lionel Goldstein
Halpern & Johnson
Deutschsprachige Erstaufführung
Premiere: 6. November 2008
Spieldauer: ca. 2 Stunden, eine Pause
Am Anfang steht eine Beerdigung, und am Ende vielleicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
Joseph Halpern hat nach über fünfzig Jahren Ehe seine Frau Flo verloren. Einsam steht er an ihrem
Grab und sieht irritiert, wie ein Fremder mit einem Blumenstrauß an ihn herantritt. Der Mann stellt
sich als Dennis Johnson vor, Buchprüfer im Ruhestand, und fremd ist er nur für Halpern…
Ein klassisches „Well-made Play“ für ein älteres Schauspielerduo geschrieben, das in
pointierten Dialogen gekonnt die Balance zwischen Drama und Komödie hält: „Feelgood“-Theater, ganz
in der Tradition von Stücken wie
Ich bin nicht Rappaport oder
Besuch bei Mr. Green.
Schauspieler und Autor Lionel Goldstein schrieb das Zwei-Personen Stück für eine
TV-Verfilmung mit Laurence Olivier und Jackie Gleason.
Pressestimmen:
Föttingers Inszenierung mit Lohner und Schenk ist eine gelungene, bisweilen berührende und
aufwühlende Einführung in den deutschen Sprachraum, die die Latte für zukünftige Produktionen
ziemlich hoch legt. Viel Applaus beendete den Abend. (...) Wieder einmal ist es Rolf Langenfass,
der mit seinem schlichten, aber umso stimmigeren Bühnenbild eine Kulisse geschaffen hat, die ohne
aufdringlich zu sein den Grundton des Stücks reflektiert. (APA)
Grandioses Solo für zwei Giganten des Theaters. (...) Es zeigt sich die große Meisterschaft eines
Helmuth Lohner und eines Otto Schenk. Trocken gesetzte und nie billig geholte Pointen, perfekte
verbale Scharaden, aber auch zutiefst humane Regungen – Lohner und Schenk spielen virtuos auf der
Klaviatur der Gefühle, entwickeln feinsinnige Charaktere, die man sehr bald ins Herz schließt.
Helmuth Lohner und Otto Schenk sind ein kongeniales Duo, sorgen für viele Lacher und Zwischentöne.
(...) Regie sehr zurückgenommen, konzentriert und tadellos. (Kurier)
Herbert Föttinger erweist sich als Regisseur, der zwei große Komödianten zu hoher Diskretion
bändigt und aus einem Gebrauchsstück eine kleine Kostbarkeit macht. Kostbar auch die Ausstattung
von Rolf Langenfass, die aus Herbstlaub besteht – raschelndes Herbstlaub dicht am Boden, Herbstlaub
auch als Himmel über die beiden herbstlichen Männerleben gespannt: schön. (...) Otto Schenk ist Joe
Halpern, jüdisch durch und durch, ohne dass er es irgendwie betonen oder ausspielen müsste. Die
Erfahrung, dass seine Frau einen anderen Mann in ihrem Leben hatte (auch wenn sie nach der Hochzeit
absolut „treu“ blieb), erschüttert ihn spürbar. (...) Es ist wunderbar, Mr. Halpern zu begegnen.
Und Mr. Johnson nicht minder. Helmuth Lohners Johnson ist nobel distanziert (wenn man ihn nicht
reizt) und doch innerlich berührt, von Halperns Emotionen mitzureißen und am Ende zu einer
wunderbaren Freundschaft bereit (...). Schenk und Lohner rollen mit Föttingers Hilfe zwei ganz
normale Leben auf, deren Verbindung sich von Erkenntnis zu Erkenntnis steigert. Brillanten
nuancierter, nie vordergründiger Schauspielkunst, zwei scheinbar handlungslose, aber innerlich hoch
spannende Stunden, ganz im Dienst der Menschendarstellung. Und wie ökonomisch: Minimaler Aufwand
mit maximaler Wirkung… (Merker)
Bravouröses Spiel. Der grandiose Auftritt zweier Altmeister. (Standard)
Halpern (Otto Schenk) schreit, grantelt, spart nicht mit Kraftausdrücken und peinlichen
Bekenntnissen von Zehn-Minuten-Sex in der Lagerhalle mit seiner jüngeren Geliebten bis zu seinem
lädierten besten Stück. Seine köstlichsten Momente hat er im Zorn, wenn er jede noch so banale
Vertraulichkeit zwischen Johnson und seiner „Flo“ als Indiz dafür wertet, dass da doch mehr war als
zugegeben. Helmuth Lohner begeistert als Johnson: Seine wachsende Grandezza weiß er immer
souveräner einzusetzen. Nur einmal bricht die stoische Maske dieses im Stillen glühenden
Zahlenmenschen – als Halpern ihm beichtet, wie er Florence betrog. (...) Wunderschön: Rolf
Langenfass´ Herbstlaub-Bühnenbild. (Presse)
Helmuth Lohner ist brillant als Dennis Johnson, der dem Witwer mit buchhalterischer Boshaftigkeit
etliche Details seiner zunächst sexuellen, später platonischen Liaison mit Flo beibringt. Und Otto
Schenk arbeitet in Herbert Föttingers Inszenierung einfühlsam die Bestürzung Joseph Halperns
heraus. (...) Viel Applaus und Jubel. (Österreich)
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