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Regie
Michael Gampe
Bühnenbild
Erich Uiberlacker
Kostüme
Andrea Bernd
Musik
Michael Rüggeberg
Major von Tellheim, verabschiedet
Joseph Lorenz
Minna von Barnhelm
Sandra Cervik
Franziska, ihr Mädchen
Chris Pichler
Just, Bedienter des Majors
Peter Scholz
Paul Werner, gewesener Wachtmeister des Majors
Toni Slama
Der Wirt
Franz Robert Wagner
Eine Dame in Trauer
Elfriede Schüsseleder
Riccaut de la Marlinière
Alexander Waechter
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Gotthold Ephraim Lessing
Minna von Barnhelm
Premiere: 17. März 2005
Major von Tellheim, ein abgedankter Offizier, ist vom Vorwurf der preußischen Kriegskasse, sein
Wechsel auf das vorgestreckte Kontributionsgeld der Stände sei in Wahrheit Bestechungsgeld gewesen,
menschlich zutiefst verletzt. Er fordert Gerechtigkeit, nicht Gnade. Als Minna von Barnhelm mit
ihrer Kammerjungfer Franziska auf der Suche nach ihrem Verlobten Tellheim - mit dem sie eine tiefe
Liebesbeziehung verbindet - eintrifft, weist er sie zurück: Als ehrloser, mittelloser,
verkrüppelter, abgedankter Major glaubt er, ihrer nicht mehr wert zu sein. Zwei Welten prallen
aufeinander: hier Tellheim, dem traditionellen Weltbild, den gesellschaftlichen Wertvorstellungen
verpflichtet und den Umständen der Zeit Rechnung tragend, denen zufolge er Minna mit in sein
Unglück ziehen würde; auf der anderen Seite Minna, eine emanzipierte Frau, die bereit ist, für ihr
Glück zu kämpfen, eine Frau, die ihren großen Lebensplan verwirklichen will und letztlich auch
verwirklichen wird: mit Mut, Ausdauer, Humor, mit ihrer Leidenschaft für das Spiel und vor allem
mit ihrer großen Liebe - für Minna das Maß aller Dinge.
Pressestimmen:
"Das komische Liebespaar ist bei der munteren Chris Pichler als "Frauenzimmerchen" Franziska
und beim sonst so gewitzten, Frauen gegenüber aber unerfahren wirkenden Toni Slama als
hilfsbereitem Wachtmeister Werner in besten Händen. Auch die anderen Darsteller, vor allem der
grob-geradlinige Peter Scholz als Offiziersbursche Just und der französische Tiraden loslassende
Alexander Waechter als Spiler Riccaut, können sich sehen lassen." (Die Furche)
"Ein rundum aktuelles Stück, nicht nur wegen seiner Bonmots, die sich wie Bonbons glitzernd
aneinander reihen, köstlich auf der Zunge zergehen. Cerviks Energie, Charme, Emotion wirken höchst
gewinnend. Regisseur Michael Gampe empfiehlt sich den Josefstädtern durchaus. Er hat dem
klassischen Lustspiel eine klassische, weder staubig-altmodische noch peinlich-moderne Form
gegeben." (Presse)
"Michael Gampe gelangen mit seiner Inszenierung in der Josefstadt, die sich jeder
Modernisierung versagt, schöne, intime und auch einige heitere Szenen." (Neues Volksblatt)
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