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Regie
Wolf-Dietrich Sprenger
Bühnenbild und Kostüme
Achim Römer
Musikalische Einrichtung
Michael Rüggeberg
Die Königin der Nacht
Sandra Cervik
Vater
Fritz Muliar
Doktor
Joachim Bißmeier
Frau Vargo
Margarethe Tiesel
Kellner Winter
Alexander Strömer
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Thomas Bernhard
Der Ignorant und der Wahnsinnige
Premiere: 20. Oktober 2005
Eine Opernsängerin, die ausschließlich die Rolle der Königin der Nacht aus Mozarts
Zauberflöte in den besten Opernhäusern der Welt singt, ihr
Vater, alkoholsüchtig und fast blind, der sie ständig auf ihren Tourneen begleitet und der Doktor
der beiden - das sind die Protagonisten. Vater und Tochter leben in einem gespannten, jedoch
untrennbar symbiotischen Verhältnis. Der Doktor steht zwischen dem Vater, der sich von seiner
Tochter rücksichtslos behandelt fühlt, und der Tochter, die unter ihrem Künstlerdasein leidet. Der
Doktor greift in seiner Eigenschaft als Naturwissenschaftler wie in einem Musikstück immer wieder
sein Thema auf - ein Vortrag über den menschlichen Körper. Gleichzeitig steht im Mittelpunkt der
Gespräche der Künstler, der durch sein Genie dazu verdammt ist, vor den Menschen aufzutreten, der
Gesellschaft an sich jedoch kritisch gegenübersteht.
Dieses Stück, das 1972 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde, ist eine spannende
Reise in den sprachgewaltigen, grotesken Kosmos von Thomas Bernhard. Regie führte Wolf-Dietrich
Sprenger, der zuletzt
Über allen Gipfeln ist Ruh und
Die Glasmenagerie inszeniert hat.
Pressestimmen:
"Regisseur Wolf-Dietrich Sprenger hebt die Charaktere aus ihrer Künstlichkeit heraus ins
richtige Leben. Dafür hat er auch die geeigneten Schauspieler. Mit der ihr eigenen sprühenden
Lebendigkeit reißt Sandra Cervik die Primadonna heraus aus der Starre des Startums. Da funkelt es
komödiantisch und bizarr." (Die Presse)
"Joachim Bißmeier beherrscht den Monolog mit Leichtigkeit, reiht sich damit erneut in die
Riege der großen Bernhard-Darsteller. Bißmeier als Kapazität in Sachen menschlicher Anatomie,
Bißmeier als Seher des Unausweichlichen in Kunst und Leben: Er lebt die Egomanie der
Bernhard-Figuren brilliant." (Kronen Zeitung)
"Die wahre Hauptfigur ist der Doktor. Joachim Bißmeier spielt diese herrlich
tragisch-komische Rolle mit Gefühl für Rhythmus und Dynamik, für Tempowechsel und Melodie."
(Kurier)
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