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Regie
Janusz Kica
Bühnenbild
Kaspar Zwimpfer
Kostüme
Karin Fritz
Musik
Arturo Annecchino
Vicomte de Valmont
Herbert Föttinger
Marquise de Merteuil
Andrea Jonasson
Cécile de Volanges
Hilde Dalik
Madame de Volanges
Sona MacDonald
Chevalier Danceny
Manuel Witting
Präsidentin de Tourvel
Maria Köstlinger
Madame de Rosemonde
Louise Martini
Émilie
Maya Bothe
Azolan, Kammerdiener
Erich Altenkopf
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Christopher Hampton
Gefährliche Liebschaften
Premiere: 15. März 2007
Die Marquise de Merteuil und ihr ehemaliger Geliebter Valmont frönen einer grausamen Leidenschaft:
Zu ihrem eigenen Vergnügen missbrauchen sie die Gefühle anderer. Ob die 15jährige Cécile, der
schwärmerische Chevalier Danceny, die verheiratete Präsidentin de Tourvel, keiner
ist vor ihren perfiden erotischen Intrigen sicher; alle werden zu Spielfiguren ihrer Lust und
Selbstsucht.
Der Roman von Choderlos de Laclos über das gefährliche Spiel mit der Leidenschaft, über die
rücksichtslose Manipulation und das brillante Maskenspiel einer Frau, die sich durch ihre
raffinierten Manöver wie mit einem undurchdringlichen Panzer vor ihren eigenen Gefühlen schützt,
wurde vom britischen Autor Christopher Hampton meisterhaft dramatisiert.
Pressestimmen:
Jonassons Merteuil ist raffiniertes Mädchen, souveräne Diva, schlaue Intellektuelle, kluge
Partnerin zugleich. Sie manipuliert aus Verletztheit, Selbstschutz, auch wenn ihr Grausamkeit nicht
fremd ist.
Föttinger lässt sich aber von Jonasson nicht an die Wand spielen, was schon viel ist, und
entwickelt sich im Laufe des Abends zu einem abgründigem Aas, bei dem man die Gänsehaut bekommt und
entsetzt denke: Möge meine Tochter nie einem solchen Mann begegnen. (Presse)
An Andrea Jonasson als Marquise de Merteuil in Christopher Hamptons "Gefährliche Liebschaften"
wollte man sich nicht satt sehen. Diese feine Rokoko- Dame, ursprünglich von Choderlos de Laclos
ersonnen und von Hampton fürs heutige Theater adaptiert, ist eine bezwingend moderne Frau:
wunderschön, elegant, brillanter Verstand. Emanzipiert bis zur Perversion. „Grausamkeit“ ist ihr
Lieblingswort.
Regisseur Janusz Kica inszenierte "Gefährliche Liebschaften" wie einen bisher unentdeckten
Schnitzler. Die geschliffenen Pointen werden im Kammerton vorgetragen. Man kreuzt die feine Klinge.
Bisweilen, wenn die Jonasson mit Föttinger auf Tuchfühlung geht, sprüht es Funken. Viel Applaus.
Ein weiterer Beweis dafür, dass die Josefstadt nicht schnarcht, sondern recht agil ist. (Österreich)
Andrea Jonasson zieht die Fäden im durchaus perfiden Spiel mit den Menschen, mit Louise Martini,
Sona MacDonald und Manuel Witting (er überzeugt als ahnungsloses Opfer Danceny) perfekt. Nicht
Siegerin, sondern eine Frau: Ihr Erkennen am Ende, dass es doch Liebe zu Valmont war, die sie
gemein werden ließ, macht aus der Jonasson ein fragiles, verletzbares Wesen. Leise, beinahe
regungslos und als Monument verharrend, reagiert sie mit letzten, sanften Worten auf den Tod des
geliebten Feindes: Ein Ton, der heute leider von den so lauten Bühnen verschwunden ist. Jubel! (Kronen Zeitung)
Herbert Föttinger legt sich als Herzensbrecher ins Zeug und bietet für seine „Arbeit“ eine Menge
falscher Gefühle auf, zeigt aber wohl auch, dass er deswegen so schuften muss, weil sein Ego
andauernd nach Selbstbestätigung verlangt. Sobald er alle Widerstände beseitigt hat, ist der Fall
erledigt. Das geht so bis zum tödlichen Schlußpunkt. (Salzburger Nachrichten)
Hauptverantwortlich dafür, dass nach fast drei Stunden langer Applaus mit Bravo-Rufen folgte,
zeichnete die Hauptdarstellerin Andrea Jonasson in der Rolle der Marquise de Merteuil. Mit
treffenden Bonmots und abgeklärter Dekadenz ausgestattet, verlieh sie der gleichsam ehrlichen wie
grausamen Frau an der Spitze der Eitelkeiten jene intrigant-oberflächliche Souveränität, die
manchmal sogar an die große Glenn Close im Film erinnert. "Liebe ist etwas, das man benützt, und
nichts, dem man verfällt." Dieser Satz der Marquise spiegelt eigentlich die Ausgangssituation des
gesamten Stücks wider.
An ihrer Seite inszenierte sich Intendant Herbert Föttinger einmal mehr selbst als
unwiderstehliche Männerfigur - und durchaus gelungen. Wenn er als verdorbener Vicomte de Valmont
seinen Spaß mit den diversen Frauenfiguren hat und als Spielgefährte der Marquise die Gefühle der
Menschen um sich herum missbraucht, scheint die bittere Wendung des Stücks am Ende noch fast nicht
absehbar. (APA)
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